Hale-Bearbeitung: Neue Möglichkeiten beim Dichtnutenfräsen

1. Oktober 2026 |

Die ZELTWANGER Maschinenbau GmbH erweitert ihr Leistungsspektrum in der Hochpräzisionsbearbeitung um Hale Machining (Konturhobeln), ein Verfahren zur hochpräzisen Herstellung von Dichtnuten und hochplanen Funktionsflächen. Bei der konventionellen Bearbeitung von Dichtnuten oder planen Funktionsflächen mit einem rotierenden Schaftfräser entstehen typischerweise bogenförmige Werkzeugspuren. Kreuzen diese die Dichtkontur, können sie potenzielle Leckpfade von innen nach außen bilden.

Bei der Hale-Bearbeitung wird die Oberfläche dagegen durch eine geradlinige, hobelähnliche Schneidbewegung erzeugt. Dadurch entstehen lineare Werkzeugspuren, die gezielt entlang der Dichtung ausgerichtet werden können. Auf diese Weise lassen sich potenzielle Leckpfade reduzieren und der Aufwand für eine nachgelagerte Oberflächenbearbeitung verringern.

Besonders relevant ist das Verfahren bei hohen Anforderungen an die Dichtheit, etwa im Hochvakuumbereich, wie er in Anlagen und Prozessen der Halbleiterfertigung zum Einsatz kommt.

Mithilfe der CAM-Software hyperMILL von OPEN MIND und darauf abgestimmter Werkzeugtechnologie haben wir das Verfahren prozesssicher in unsere Fertigung integriert.
Das Ergebnis ist ein reproduzierbarer Fertigungsprozess für Bauteile mit hohen Anforderungen an Präzision, Dichtheit und Oberflächenqualität.

Vergleich zwischen konventioneller Fräsbearbeitung und Hale-Bearbeitung

Links: konventionelle Fräsbearbeitung mit rotierendem Schaftfräser. Bogenförmige Werkzeugspuren können potenzielle Leckpfade bilden.

Rechts: Hale-Bearbeitung. Die geradlinige Schneidbewegung erzeugt lineare Werkzeugspuren, die gezielt entlang der Dichtung ausgerichtet werden können.